Die Torte ist von unserer Kaffeetafel nicht wegzudenken. Je komplizierter und pompöser sie aussieht, desto wichtiger erscheint der Anlass, zu dem sie gebacken wurde. Wer zum Nachmittagskaffee eine selbstgebackene Torte serviert, zeigt sein Können und wertet den bewirteten Gast ungemein auf. Nicht ohne Grund sind Hochzeitstorten meist mehrstöckige, besonders eindrucksvolle Erscheinungen. Aber ab wann ist ein Kuchen eine Torte? Häufig lässt sich an der Form kein Unterschied mehr erkennen. Doch der Inhalt gibt den Ton an: Ein Kuchen besteht aus gebackenem Teig. Eine Torte natürlich auch, jedoch wird diese mit ungebackenen Schichten ergänzt, z. B. durch frisches Obst auf einem Obsttortenboden oder durch feine Crémes als Füllung. Bei einem Kuchen wird das Obst dagegen gleich mit gebacken. Die Torte besteht aus mehreren Schichten, die häufig gar nicht mehr sichtbar sind. Auch die eher trocken erscheinende Sachertorte wird nach dem Backen in mehrere Böden geteilt und erhält feine Schichten aus Aprikosenkonfitüre. Eine eckige Form bedeutet daher nicht gleich Kuchen und eine runde Form nicht unweigerlich Torte, auch wenn der Name das vermuten lässt, denn Torte kommt aus dem spätlateinischen von "torta" - und bedeutet "rundes Brot". Der Unterschied steckt jedoch im Detail, also schauen Sie ruhig mal etwas genauer hin.
Wenn der Winter hartnäckig ist, bedeutet das für das Getreide ein Freudenfest, denn eine alte Bauernregel besagt: „Ist´s ein kalter Februar, wird´s ein gutes Roggenjahr. Donnert´s in den März hinein, wird der Roggen gut gedeih´n. April nass und kalt, wächst das Korn wie ein Wald und Regen im Mai, bringt Wohlstand und Heu.“ Sollte uns die Sonne im Frühjahr also im Stich lassen – so können wir doch immerhin mit besonders leckeren Broten und Gebäcken rechnen.
Der Legende nach soll der Gugelhupf von den Heiligen drei Königen aus dem Morgenland ins Elsass gebracht worden sein. Wahrscheinlich wegen der Ähnlichkeit mit einem Turban. Diese Theorie ist umstritten.
Die Franzosen sind überzeugt, dass der Gugelhupf seinen Ursprung in der elsässischen Stadt Ribeauville hat. Und damit das bekräftigt wird, feiern sie jeden 2. Sonntag im Juni ein Gugelhupf-Festival.
Eine weitere Version der hupfenden Legende beginnt in Österreich. Die Königin Marie-Antoinette soll den Gugelhupf aus dem Alpenland an den Hof in Versailles gebracht haben.
Die Pizza aus dem Elsass stammt aus der Zeit, als die arme Bäuerin den Ofen nur einmal wöchentlich einheizte. Die Teigreste vom Brotbacken formte sie zu flachen Fladen, belegte sie mit Quark und Rahm und würzte sie mit Pfeffer und Salz. Heute gehören zum klassischen Flammkuchen natürlich die Speckwürfel und die dünn geschnittenen Zwiebeln.
Die Pizza, wie wir sie kennen, haben wir der Königin Margherita zu verdanken. Ihr Interesse an der neapolitanischen Delikatesse brachte 1889 den besten Pizzabäcker Neapels dazu, die Pizza aller Pizzen zu kreieren. Sie bestand aus einem dünnen Hefeteigboden, belegt mit Mozzarella, Tomaten und Basilikum - die Farben der italienischen Flagge. Die Königin war entzückt und verlieh ihren Namen der Pizza Margherita.