Was ist doppelgriffiges Mehl?
Doppelgriffiges Mehl hat eine noch gröbere Körnung als griffiges Mehl. Dadurch ist es stets rieselfähig und lässt sich in Flüssigkeiten einrühren, ohne zu stauben oder zu klumpen. Seine Mehlteilchen nehmen Flüssigkeit langsamer, aber dafür gleichmäßiger und stärker auf. Der Teig wird deshalb besonders elastisch und lässt sich gut ausrollen und formen. Doppelgriffiges Mehl erleichtert das Backen von schwierigen Teigen. Es ist außerdem ideal zum Binden von Suppen und Soßen. Wir empfehlen Ihnen unser AURORA Bestes Korn Instant-Mehl.
Muss man Mehl noch sieben?
Früher musste man das Mehl immer vor Gebrauch sieben, um Verunreinigungen und um Klümpchen zurückzuhalten. Bei Qualitätsmehlen wie AURORA ist das Sieben nicht mehr notwendig. Bei Biskuit- und bei Rührteigen empfehlen wir allerdings auch heute noch das Sieben des Mehls, da das Mehl in gesiebter Form noch Luft an den Teig abgibt. Mischen Sie das Mehl vor dem Sieben mit dem Backpulver, dann erreichen Sie durch das Sieben außerdem eine besondern gleichmäßige Verteilung des Backpulvers im Teig. Absolut unnötig ist das Sieben von griffigem Mehl ebenso wie von Instant-Mehl.
Die richtige Mehllagerung
Lagern Sie Mehl grundsätzlich kühl und trocken. Eine Raumtemperatur von 20°C und eine Luftfeuchtigkeit von 65% sollte möglichst nicht überschritten werden.
Wichtige Vitamine bleiben nur dann weitgehend erhalten, wenn das Mehl vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Optimal ist daher eine dicht schließende Dose, die an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort gelagert wird.
Was bedeutet die Typen-Bezeichnung beim Mehl?
Die Mehltypen geben zunächst einmal Auskunft über den Inhalt der natürlichen Mineralstoffe im Mehl. Das heißt der Mineralstoffgehalt liegt beim Mehl der Type 405 bei 0,405 %, bei der Type 1050 bei 1,05 %. Je höher die Typenzahl ist, desto mehr Vitamine, Mineralstoffe und vor allem mehr Ballaststoffe sind im Mehl enthalten. Vollkornmehle haben keine Typenbezeichnung, da das volle Korn vermahlen wird und damit auch alle wertvollen Nähr- und Inhaltsstoffe des Korns erhalten bleiben.
Die Typenzahl auf der Mehlverpackung weist darüber hinaus auch auf unterschiedliche Verwendungen und ein unterschiedliches Backverhalten hin (siehe auch "Mehltypen“).
Alternativen zu Hartweizenmehl
Hartweizenmehl wird aus Hartweizen hergestellt. Hartweizen hat einen deutlich höheren Proteingehalt (auch Kleber genannt) als Weichweizen. Außerdem besitzt der Kleber des Hartweizens eine andere Struktur: Hartweizenmehl ist im Handel nur selten erhältlich. Es wird hauptsächlich in Italien oder Frankreich für lockere Weißbrote wie Baguette verwendet. Wir empfehlen Ihnen, als Alternative AURORA Bestes Korn Weizen-Mehl Type 550 mit AURORA Sonnenstern-Grieß aus Hartweizen zu mischen – und zwar im Verhältnis 2 Teile Mehl plus 1 Teil Hartweizen-Grieß. Noch schneller geht es mit unserem AURORA Spätzle-Mehl. Es enthält bereits Mehl und Hartweizengrieß.
Welche Grießsorte eignet sich für welches Gebäck?
Weichweizen-Grieß ; wird aus Weichweizen (botanisch "Triticum aestivum"), also der gängigen Weizenart, gemahlen. Er wird besonders cremig-weich und locker, eignet sich daher besonders für Grießbrei, Desserts und Kuchen.
Hartweizen-Grieß wird aus Hartweizen (dem sogenannten Durum) gemahlen, der auch die Grundlage für viele Teigwaren ist. Beim Kochen wird er locker, bleibt aber schnittfest und ist daher optimal für Klöße, Aufläufe und Suppeneinlagen geeignet.
Vollkorn-Grieß wird aus ungeschältem Weizen hergestellt, so dass hier alle Bestandteile des vollen Korns enthalten sind. Er ist reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Durch seinen kräftig-kernigen Geschmack ist er für herzhafte und deftige Zubereitungen optimal geeignet.
Wann ist der Kuchen fertig?
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Kuchen durchgebacken ist, stecken Sie vorsichtig ein dünnes Holz- oder Metallstäbchen hinein. Wenn beim Herausziehen des Stäbchens kein Teig am Stäbchen kleben bleibt, ist der Kuchen gar.
Garprobe bei Hefegebäck
Klopfen Sie mit dem Daumen oder Fingerknöchel auf die Rückseite des Hefegebäcks. Klingt es hohl, ist das Gebäck (z.B. das Brot) durchgebacken.
Garprobe bei Biskuit
Drücken Sie mit den Fingerspitzen vorsichtig auf die warme Teigplatte. Federt sie sofort zurück, ist der Teig perfekt.
Was ist der Unterschied zwischen frischer Hefe und Trockenhefe?
Frische Hefe ist ein Backtriebmittel, das auf biologische Art den Teig lockert: Auf Melasse (Zuckersirup) gezüchtete Hefesporen entwickeln bei Wärme Kohlendioxyd, das den Teig mit kleinen Bläschen lockert. Durch den Umsetzungsprozess bilden sich zudem Zuckerstoffe, die dem Brot Aroma und lange Frischhaltung geben. Trockenhefe ist in der Anwendung und Wirkung mit Frischhefe gleichzusetzen. Der Haltbarkeit wegen wird der Frischhefe durch behutsames Trocknen das Wasser entzogen und in die für die Trockenhefe typische Granulatform gebracht.
Die richtige Plätzchen-Lagerung
Achten Sie zunächst darauf, dass die Plätzchen nach dem Backen völlig auskühlen. Blechdosen sollten mit Backpapier ausgelegt werden, auch zwischen den Schichten kommt Papier. Verschiedene Sorten am besten auch in getrennten Behältern aufbewahren. Die Dosen an kühlen und trockenen Stelle lagern.
Je höher der Zuckeranteil ist, desto haltbarer sind die Plätzchen.
Lässt sich Kuchen auch auf Vorrat backen?
Kuchen auf Vorrat zu backen und dann einzufrieren, ist eine gute Möglichkeit, liebe Überraschungsgäste mit Selbstgebackenem zu verwöhnen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass der Kuchen vor dem Einfrieren sorgfältig in Folie eingeschlagen wird, um Gefrierbrand zu verhindern. Verpacken Sie den gebackenen Kuchen noch im lauwarmen Zustand und frieren Sie ihn direkt nach dem Abkühlen ein. So behält er seine Frische. Deko-Teile wie Marzipan und Puderzucker besser nicht mit einfrieren, sondern den Kuchen nach dem Auftauen frisch dekorieren. Zum Auftauen die Folie entfernen und den Kuchen z.B. schnell in der Mikrowelle oder 6 bis 8 Stunden bei Zimmertemperatur auftauen lassen.
Wie füllt man einen Spritzbeutel am besten?
Geben Sie den Spritzbeutel in eine hohe, schlanke Rührschüssel oder einen Messbecher. Schlagen Sie den Rand des Spritzbeutels nach außen über den Schüsselrand. Der Beutel kann nun mit der gewünschten Massen gefüllt werden. Klappen Sie dann den Rand zurück und drehen den Spritzbeutel so lange zu, bis die Masse aus der Lochtülle quillt.
Wie gehen Biskuitböden beim Backen gleichmäßig auf?
Es darf nur der Boden und nicht der Rand der Backform eingefettet werden, denn ein gefetteter Backformrand nimmt höhere Temperaturen als ein ungefetteter Backformrand auf. Bei höheren Temperaturen am Rand ist der Teig schneller durchgebacken und die Mitte wölbt sich.
So lässt sich der Kuchen heil aus der Backform herauslösen
Lassen Sie den Kuchen ca. 10 Minuten abkühlen, damit er sich in der Form zusammenzieht. Sie können den Abkühlprozess unterstützen, indem Sie die Form vorsichtig umdrehen und einen kalten, nassen Lappen auf die Form legen.
Extra-Tipp: Machen Sie es wie die Bäcker, fetten Sie die Form einfach mit Öl ein und stäuben Sie Mehl darüber.
Verwendung von Dinkelmehl
Dinkelmehl Type 630 lässt sich wie ein Weizenmehl der Type 405 einsetzen. Einfach die in der Rezeptur angegebene Menge Weizenmehl durch das Dinkelmehl ersetzen. Das gleiche gilt für Vollkornmehl. Weizen-Vollkornmehl lässt sich 1:1 durch Dinkel-Vollkornmehl ersetzen.
Was ist beim Backen mit Butter zu beachten?
Die Butter oder Margarine sollte möglichst zimmerwarm sein, da sie sich so am besten verarbeiten lässt. Sie nimmt so besonders viel Luft auf und der Teig wird sehr fein.
Teig ausrollen
Wenn Sie Mürbeteig oder Hefeteig zwischen Frischhaltefolie legen, lässt er sich besonders gut ausrollen und klebt nicht am Nudelholz fest.
Kuchenglasur
Kuchenguss aus Fruchtsaft bzw. Rum und Puderzucker trocknet besonders gut, wenn er auf das noch warme Gebäck aufgebracht wird. Durch mehrmaliges Glasieren ergibt sich eine intensivere Farbe.
Warum muss der Hefeteig „gehen“?
Hefegebäcke müssen vor dem Backen an einem warmen Ort ruhen. Ideal ist eine Temperatur von 35-40 °C. Das Volumen muss sich dabei deutlich vergrößern.
Hefen sind mikroskopisch kleine Pilze, die wegen ihres starken Gärvermögens als natürliches Backtriebmittel verwendet werden. In der Ruhephase spalten sie den in Nahrungsmitteln enthaltenen Zucker auf und wandeln ihn in Alkohol und Kohlendioxid um. Je wärmer die Umgebung dabei ist, desto besser geht der Hefeteig auf und kann sein Volumen bis auf sein Doppeltes ausweiten. Während der Gärung nimmt die im Teig eingeschlossene Gasmenge zu. Dadurch bilden sich die typischen Luftbläschen und die gewünschte Porung im Teig.
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