Gut vorbereiten: Sorgen Sie bereits vor dem Backen dafür, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Nur so lassen sich diese gut vermengen. Gekühlte Zutaten etwa eine Stunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Und auch das verwendete Wasser sollte handwarm sein.
Seien Sie pingelig: Halten Sie sich strikt an die angegeben Mengen im Rezept, damit der Teig optimal aufgehen kann. Am besten funktioniert das mit einem Messbecher oder einer Küchenwaage.
Packen Sie´s an: Damit sich die Zutaten im Teig optimal verbinden und das Brot gut hochgeht, muss er ausreichend geknetet werden. Ob maschinell oder per Hand – kneten Sie den Teig mindestens 3 Minuten lang, bis er eine homogene Struktur erhält.
Immer mit der Ruhe: Das Gehen – oder Ruhen – hat beim Backen von Hefeteigen eine besonders wichtige Bedeutung. In dieser Zeit kann die Hefe gemeinsam mit dem Zucker viele kleine Gasbläschen bilden, die dem Teig Volumen verleihen. Halten Sie sich darum an die vorgegebenen Gehzeiten. Der Teig sollte an einem warmen, zugfreien Ort ruhen (z.B. neben der Heizung). Decken Sie die Schüssel mit einem Küchentuch oder Folie ab, um eine Hautbildung auf dem Teig zu vermeiden.
Wagen Sie einen Blick: Sollte sich der Teig während der angegebenen Gehzeiten nicht deutlich vergrößern, verlängern Sie die Zeit nach Bedarf. Möglicherweise waren die Bedingungen (z.B. Temperatur) nicht optimal. Erst wenn der geformte Teig ausreichend aufgegangen ist, lässt sich das Brot optimal backen.
So wird es krustig: Damit das Brot eine schöne Kruste bekommt, den Teig vor dem Backen mit Wasser bestreichen und mit einem scharfen Messer einschneiden. Bei ovalen Broten längs, bei runden Broten ein Kreuz. Das verhindert auch, dass die Kruste beim Backen unschöne Risse bekommt.
Ab in den Ofen: Den Backofen immer gut vorheizen. Das Brot bei hoher Temperatur erst 10 Minuten anbacken, dann die Backtemperatur herunterschalten. Das Brot nicht zu lange backen, sonst wird es trocken.
Machen Sie den Test: Die „Klopfprobe“ hilft Ihnen herauszufinden, ob das Brot fertig ist. Klingt es hohl, wenn Sie auf die Unterseite des Laibs klopfen, kann das Brot aus dem Ofen genommen und auf einem Kuchengitter abkühlen. Falls nicht, verlängern Sie die Backzeit vorsichtig um ein paar Minuten.
Jetzt brauchen Sie Geduld: Hefebrote sollten vor dem Anschneiden ca. 4 Stunden, Sauerteigbrote etwa 24 Stunden liegen bleiben. Erst dann lässt sich Ihr Lieblingsbrot optimal schneiden. Verwenden Sie dafür ein großes, scharfes Messer mit Wellenschliff, um unnötiges Bröseln zu vermeiden.
Stets gut verpackt: Brot sollte kühl und luftig gelagert werden, am besten in einem Keramikbehälter oder Brotkasten. Ungeeignet sind Plastikbeutel, da sich dort die Feuchtigkeit staut. Das fördert die Schimmelbildung. Im Kühlschrank wird Brot schnell altbacken. Übrigens: selbstgebackenes Brot lässt sich auch prima einfrieren.
Extra-Tipp für das Backen im Brotbackautomaten:
Immer zuerst das Wasser und dann die Brotbackmischung in das Gerät geben. Nutzen Sie für Brotbackautomaten, die sofort mit dem Kneten beginnen, eher handwarmes, für Brotbackautomaten die die Temperatur der Zutaten vor dem Kneten angleichen, immer kaltes Wasser.